Berufliche Bildung in Jordanien

 

Ein Projekt zur Qualifizierung im Bereich Bau und KFZ

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Jordanien hat einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Alleine in der Baubranche sind knapp 24 000 Arbeitsplätze von ungelernten Arbeitskräften besetzt. Technische Neuerungen erreichen nur langsam die Ausbildungszentren. Die wachsende jordanische Wirtschaft benötigt deshalb qualifizierte Lehrende, die eine langfristige Verbesserung beruflicher Qualität schaffen.
 
JedeR fünfte JordanierIn ist unter 25 Jahre. Auch deshalb ist qualifizierte berufliche Bildung so wichtig. Sie ändert nachhaltig Strukturen auf dem Arbeitsmarkt und schafft neue Perspektiven für junge Auszubildende. Von der Privatwirtschaft wird hier noch immer zu wenig investiert. Aus diesem Grund fördert GPP mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes in der Region Amman gezielt staatliche Ausbildungszentren.

Ein Schwerpunkt dieser Förderung liegt im Bereich Trockenbau. Mit dieser Bautechnik lassen sich einfach Änderungen an bereits bestehenden Gebäuden vornehmen. In Einkaufszentren können zum Beispiel auch nachträglich noch neue Läden und Räumlichkeiten eingefügt werden – Wohnungsbedarf wird schnell und effektiv gedeckt. Trotz dieser Vorteile spielt Trockenbau in jordanischen Ausbildungszentren noch kaum eine Rolle. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist in der Baubranche für junge JordanierInnen besonders niederschwellig, außerdem trägt die Branche mit einem Wachstum von knapp neun Prozent zunehmend mehr zum BIP bei. Die Verbesserung der Lehre im Ausbildungssystem trägt dazu bei den Bedarf an gelernten Arbeitskräften zu decken, verbessert die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit der jordanischen Unternehmen und bietet jungen JordanierIinnen eine Perspektive in einem wachsenden Wirtschaftszweig.

Der Ansatz des Projektes ist es daher, jordanische Lehrende über einen längeren Zeitraum intensiv fortzubilden. Im Jahr 2016 wurden sechs Ausbildende jordanischer Ausbildungszentren von deutschen Experten begleitet und fachlich geschult. Im ersten Teil der Ausbildung kamen die ausgewählten Lehrkräfte nach Deutschland und erhielten eine Fortbildung im Trockenbau. Im Handwerkbildungszentrum in Brackwede machen sie sich mit neuen Techniken vertraut und sammeln praktische Erfahrungen. Mit dem Curriculum der dreiwöchigen Weiterbildung, wurde den Ausbildern etwas an die Hand gegeben, das ihnen helfen wird, das Neuerlernte in den Lehralltag an ihren Ausbildungsstätten zu integrieren.

Zurück in Jordanien wurden die Lehrkräfte eine Woche lang von deutschen Experten im Unterricht begleitet. Die Kollegen aus Deutschland evaluieren die Schulungen und fördern methodische und didaktische Kompetenzen der Lehrenden. Ein besonderer Fokus liegt auf dem handlungsorientierten Lernen, das in Jordanien bisher wenig angewandt wird. Die jordanischen Ausbildungszentren wünschen sich eine Reform der Unterrichtsgestaltung weg vom Frontalunterricht hin zur Anwendung praktischer Kompetenzen. Hier können die deutschen Experten des HBZ helfen – auch sie mussten diese Umstellung im Laufe ihrer Karriere schaffen. Letztendlich profitieren davon die Auszubildenden. Ihnen wird damit der Einstieg in die Privatwirtschaft erleichtert.

Neben der Ausbildung im Trockenbau wird auch die Ausbildung im Bereich KFZ gefördert. Unter jungen JordanierInnen ist es der beliebteste Ausbildungsberuf. Jedoch bleiben die jordanischen Ausbildungsstätten im Angesicht der rasanten Entwicklung auf dem Automobilmarkt mit ihrer Ausbildung hinter den technischen Möglichkeiten zurück: Besonders in der Mechatronik-Ausbildung können die jordanischen Lehrkräfte von einem Austausch mit den deutschen KollegIinnen profitieren. Im Jahr 2017 werden sechs jordanische AusbilderInnen technischer Schulen eine Fortbildung in Deutschland erhalten. Der Fokus der Weiterbildung wird auf Hochvolttechnik liegen, denn Hybridautos gibt es in Amman viele, Eingang in die Lehrinhalte haben hybrid relevante Themen jedoch noch kaum geschafft.

GPP arbeitet vor Ort mit der Vocational Training Corporation of Jordan und den Technical Secondary Schools of Jordan zusammen.


Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt.

 

 
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LAUFZEIT

Januar - Dezember 2016

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PROJEKTPARTNER

 AA Auswaertiges Amt deutsch AA C XL

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2192 ministry-of-higher-education-and-scientific-research-en-US-1

 

 

 

 

vtc-1

 Global Project Partners e.V.
Charlottenstr. 16
10117 Berlin, Germany

Tel.: +49(0)30 / 20 64 81 75

 


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