Fair Trade

 

Mit Fair Trade Grenzen sprengen – persönliche und politische

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Kunsthandwerk hat in Ägypten eine lange Tradition und ist vor allem für Frauen eine wichtige Einnahmenquelle. Ob nubische Körbe, Keramiken aus Oberägypten, Schmuck aus Assyut oder Tücher aus dem Sinai – all diese Produkte werden in der Regel von Frauen hergestellt, die häufig in ländlichen und ärmeren Regionen Ägyptens leben und nur eingeschränkte Einnahmequellen besitzen. Der Verdienst aus dem Verkauf von Kunsthandwerk ist daher für viele Familien überlebenswichtig. Hinzu kommt, dass die Frauen oftmals weder lesen noch schreiben können: Rund vierzig Prozent der ägyptischen Bevölkerung sind Analphabeten und die Mehrheit davon sind Frauen.
 

Kunsthandwerk als nachhaltige Einnahmequelle und Bildungschance

Diese Ausgangssituation bewog GPP dazu, zusammen mit der ägyptischen Unternehmen Fair Trade Egypt (FTE) ein Projekt ins Leben zu rufen, das Kunsthandwerkerinnen dabei unterstützen soll, ihre sozio-ökonomische Situation zu verbessern. Daher sollen neben Absatzmärkten für ihre Produkte auch Möglichkeiten geschaffen werden, Lesen und Schreiben zu lernen bzw. sich weiterzubilden. Es wurde daher ein Trainingskonzept erdacht, bei dem die Entwicklung neuer Produkte sowie eine faire Preisgestaltung bei deren Verkauf im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus werden die angefertigten Produkte im In- und Ausland auf Veranstaltungen und Messen angeboten, um die Absatzchancen zu verbessern.
Die Workshops zur Produktentwicklung sollen zudem eine Chance bieten, Zugang zur Welt des Lesens und Schreibens zu erlangen: Die Teilnehmerinnen lernen zum Beispiel, arabische Buchstaben als Muster in ihre Werke einzuweben. In jedem Handwerksstück versteckt sich so eine Botschaft sowie Worte und Gedanken, die den Frauen wichtig sind. "Niqat" (arabisch für Punkte) heißt dieses Konzept, durch das die Frauen einen natürlichen Zugang zur Schriftsprache und zum Alphabet erlangen sollen.
Auch das Interesse der Frauen an Informationen zur politischen Bildung ist groß. In den Workshops erfahren sie mehr über Themen wie Menschenrechte und die Stärkung der Rolle der Frau. Im vergangenen Jahr besprachen sie beispielsweise intensiv das Thema „Verfassung" oder diskutierten über die Unterschiede zwischen einer parlamentarischen und einer präsidialen Regierungsform.
Übergeordnetes Ziel des Trainingskonzeptes ist es, Frauen zu befähigen, aktiv und selbstbestimmt den Lebensunterhalt ihrer Familie zu bestreiten und zugleich den demokratischen Wandel in ihrem Land mitzutragen. Der Erfolg ist schon jetzt groß: Fair Trade Egypt betreut über 2.700 Kunsthandwerkerinnen in ganz Ägypten. Fast ein Drittel der über 500 Frauen, die an den Workshops teilnahmen, konnten am Ende erlernte Buchstaben erkennen und schreiben. Sechzig Prozent von ihnen beherrschen inzwischen einfache Rechenaufgaben. In Zukunft werden weitere wichtige Themen auf dem Lehrplan stehen: Die Kunsthandwerkerinnen sollen über die Verbesserung von Arbeitsbedingungen wie die Gesundheit am Arbeitsplatz aufgeklärt werden.

Förderer und Projektpartner

Das Projekt wird von GPP koordiniert. Durchgeführt wird es im Auftrag des Auswärtigen Amtes im Rahmen der Deutsch-Ägyptischen Transformationspartnerschaften über das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) durch. Das Projekt wird vor Ort in Kooperation mit der ägyptischen Unternehmen Fair Trade Egypt (FTE) umgesetzt.

 
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LAUFZEIT

2012 bis 2014

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Fair Trade: Youtube
 
PROJEKTPARTNER

AA Auswaertiges Amt deutsch AA C XL

Logo ifa 2014 ifa-logo-lang

 

FairTrade logo

 Global Project Partners e.V.
Charlottenstr. 16
10117 Berlin, Germany

Tel.: +49(0)30 / 20 64 81 75

 


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