Zweites Internationales UnternehmerinnenForum

 

 

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Wie gehen Unternehmerinnen mit den gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen nach den arabischen Revolutionen um? Wie können Gründerinnen in der Region gestärkt werden, damit sie eine aktive Rolle bei der wirtschaftlichen und politischen Transformation in ihren Ländern übernehmen können? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des „Second International Businesswomen Forums", das Ende September 2012 zum zweiten Mal in Berlin stattfand.
 
Bereits im Jahr 2010 hatte GPP das Internationale Unternehmerinnenforum ins Leben gerufen. Im Jahr 2012 nahmen mehr als 45 Frauen aus Ägypten, Deutschland, Irak, Jordanien, Libanon, Marokko und Tunesien am Forum teil. Übergeordnetes Ziel war hierbei, den Unternehmerinnen und ihren Vertretungsorganisationen die Möglichkeit zu geben, Netzwerk- und Geschäftskontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und ihr Know-How zu erweitern.

Konferenzen und Know-how-Transfer

Im Mittelpunkt des Kongresses standen zahlreiche Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden. Experten und Wissenschaftler analysierten mit den Teilnehmerinnen die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation, besprachen konkrete Herausforderungen und entwickelten mögliche Perspektiven zur Stärkung der Unternehmerinnen in der MENA-Region.

Wie junge Frauen zu Unternehmerinnen werden

Unternehmerinnenverbände stellten Best-Practice-Beispiele vor, wie es gelingen kann, gezielt junge Frauen in der Region zu fördern. „Wir wollen Trainings für Frauen vorantreiben, um deren Beteiligung im wirtschaftlichen Leben zu vergrößern", sagte Tharwat Jaber, CEO der Unternehmerinnenvereinigung in Amman. Wafika Al Muamen, die Präsidentin des Unternehmerinnen-Centers im irakischen Basra (Basra Businesswomen Center), berichtete über den großen Erfolg ihres Projekts: Sie gründete 2011 das Businesswomen Center – und bereits ein Jahr später zählten 15 Unternehmen und mehr als 50 Geschäftsfrauen zu dem Netzwerk. Ein weiteres innovatives und erfolgreiches Konzept stellte eine Teilnehmerin aus Marokko vor: Der marokkanische Unternehmerinnenverband (AFEM) hat einen umfassenden Ansatz entwickelt, um junge Unternehmerinnen zu fördern. In sogenannten „Casa Pioneers" werden Gründerinnen von der Geschäftsidee über die Unternehmensgründung bis zur Etablierung auf dem Markt umfassend unterstützt. Dieses Gesamtpaket wirke, erläutert AFEM-Präsidentin Laila Miyara: „Wir haben bei Neugründungen eine Erfolgsrate von über siebzig Prozent."

Von den Erfahrungen anderer Geschäftsfrauen lernen

Auf dem Kongress kamen darüber hinaus mehrere Geschäftsfrauen zu Wort, die ihre individuellen „Erfolgsrezepte" zum Thema Firmengründung präsentierten. So berichtete Randa Fahmy, eine der bekanntesten und erfolgreichsten Innenausstatterinnen von Hotels, Palästen und Moscheen in der arabischen Welt: „Das wichtigste ist, etwas Einzigartiges anzubieten. Ich stelle Sachen her, die niemand anderes machen kann". Fahmy startete nach ihrem Designstudium ihren Eine-Frau-Betrieb mit einem Kapital von 30 ägyptischen Pfund, umgerechnet 4 Euro. Heute ist daraus ein großes und erfolgreiches Unternehmen geworden. Eine weitere Teilnehmerin, die Unternehmensberaterin Nabila Abdel Mesieh aus Jordanien ist fest davon überzeugt, dass „Frauen sich überall durchsetzen können, wenn sie nur an sich glauben."

Vom Umgang mit Konflikten in der Geschäftswelt

Wie entstehen Konflikte in Unternehmen und welche Lösungsansätze gibt es? Wie sollte man bei der Führung eines Unternehmens mit den eigenen Emotionen umgehen? Diese und ähnliche Fragen zur Weiterentwicklung der Führungsstärke von Frauen in der Geschäftswelt standen im Mittelpunkt zweier weiterer Workshops. Dass man Emotionen sogar gewinnbringend einsetzen kann, lautet das Fazit von Deema Anani, Beraterin und Trainerin aus Amman. „Emotionen helfen uns sogar zu denken und Entscheidungen zu treffen. Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer würden bewusst damit umgehen, Anani spricht von „emotionaler Intelligenz" bei Führungskräften.

Kontakte knüpfen und Einblicke erhalten

Ergänzt wurde das Programm des Kongresses durch den Besuch des vierten MENA-Wirtschaftsforums der Außenhandelskammern sowie des 20. Bielefelder Arabien-Symposium zu Marktchancen in Nah- und Mittelost, Nordafrika für den deutschen Mittelstand. Abschließend nahmen sie am 60. Weltkongress des Internationalen Unternehmerinnenverbandes teil. Die eingeladenen Unternehmerinnen lobten schließlich die gelungene Mischung des Programms. Das Kennenlernen deutscher Unternehmen sei äußerst hilfreich und die Workshops seien sehr zielführend, betonte Nefissa Achour-Karboul aus Tunesien. Gerade der Kontakt nach Deutschland sei wichtig: „Die deutschen Unternehmen entwickeln sich einfach schneller als in vielen anderen Ländern der Welt." Neben des Aufbaus neuer Geschäftsbeziehungen und Netzwerke fanden die Teilnehmerinnen es zudem erfreulich, dass auf der Konferenz „viele neue Freundschaften" entstanden seien.

Förderer und Projektpartner

Initiiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung von GPP in Kooperation mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Finanziert wurde das Vorhaben im Rahmen des Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die sequa gGmbH.

 
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LAUFZEIT

Januar 2010 bis
Dezember 2012

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PROJEKTPARTNER

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MnistryEconomicCooperation

vdu

 

sequa

 

 Global Project Partners e.V.
Charlottenstr. 16
10117 Berlin, Germany

Tel.: +49(0)30 / 20 64 81 75

 


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